Die Magie der Juwelen

Die Legende einer der bedeutendsten Institutionen auf dem Gebiet der Uhrmacher- und Goldschmiedekunst, erzählt anhand atemberaubender Schmuckstücke, die von unendlichem Ideenreichtum und unvergleichlichem handwerklichen Können zeugen.

In einer Zeit, in der die Vergangenheit mehr denn je die Mode der Gegenwart inspiriert, ist es ein besonderes Vergnügen, einzigartige Stücke wiederzuentdecken, die den Geist ihrer Zeit zugleich prägten und widerspiegelten. Für Piaget ist es wie eine Reise zu den eigenen Wurzeln. Nachdem sich das Haus zunächst mit der exzellenten Qualität seiner Uhren einen Namen gemacht hatte, wollte es auch der Weiblichkeit Tribut zollen und schuf kostbare, hedonistische zeitmessende Schmuckstücke in ausgefallenen, innovativen Formen. Dieses prachtvolle Kapitel der Firmengeschichte ist das Thema einer Ausstellung über die Magie der Goldschmiedekunst, die Ende April in der Piaget Time Gallery Genf eröffnet wird. Nachdem sie im Obergeschoss der Genfer Boutique bewundert werden konnte, zieht die Ausstellung weiter in die Time Galleries von Hongkong und schließlich Shanghai.

Kreative Kühnheit

Kostbare Juwelenuhren spielen Versteck mit der Zeit und den Epochen. In der Sammlung von Piaget ist jedes einzelne historische Stück ein einzigartiges Wunderwerk von Kreativität und Können. Ihre innovativen Formen kombiniert mit dem farbenfrohen Funkeln von Rubinen, Saphiren, Smaragden und Diamanten repräsentieren den ganzen Wagemut und die charakteristische Phantasie des Hauses Piaget. Zugleich beweisen sie die Fähigkeit, diese Kreativität stets auf der Höhe des Zeitgeists brillieren zu lassen, wie z.B. eine mit Brillanten und Smaragden besetzte Brille, ein mit Rubinen und Brillanten ausgefasstes Paar Würfel oder, in der jüngeren Vergangenheit die Limelight Twice sowie die Uhrenkollektion Limelight Dancing Light. Diese faszinierenden und unendlich abwechslungsreichen Zeugnisse der kühnen Kreativität und des überlegenen handwerklichen Könnens der Manufaktur führen den Besucher durch die Geschichte des Hauses Piaget. Jedes einzelne ist eine Entdeckung und ein Schatz für sich.

Eleganz und Glamour

Piaget zeichnete sich schon seit langem durch das Streben und die Beherrschung extrem schlanker Uhren aus, wie die Entwicklung des ultraflachen Kalibers 9P im Jahr 1957 demonstriert. Dieses nur 2 mm dicke Werk ermöglichte die Entfesselung nie dagewesener Kreativität auf dem Gebiet der Schmuckuhren. Ein echter Wendepunkt, den der Edelsteinexperte Yves Piaget mit dem breit gefächerten handwerklichen Know-how der Manufaktur voll auszuschöpfen verstand. Er verband die Haute Joaillerie mit der Haute Horlogerie. Diamantfunkelnde Piaget Kreationen tickten weltweit an den Handgelenken der Schönen und Reichen. Von den filigranen Modellen der 60er Jahre bis zu atemberaubenden Kostbarkeiten aus den 90ern atmete jede Damen-Schmuckuhr zugleich eleganten Chic, Kühnheit und Phantasie. Aber auch die Herrenmodelle schmückten sich mit edelsten Steinen und hoher Juwelierskunst: Vom Diamantbesatz bis zu Zifferblättern aus Onyx, Türkis oder Opal bewiesen sie Mut zu Kreativität und Farbe.

Haute Joaillerie und Haute Horlogerie.

Die Geschichte des Hauses Piaget ist die Geschichte herausragender Qualität. Sie war das Leitmotiv des Firmengründers und aller seiner Nachfolger bei der Schaffung immer besserer, zuverlässigerer und präziserer Zeitmesser. Und auch als die Firma sich auf dem Gebiet der Juwelierskunst engagierte, behielt sie oberste Priorität. Die innovative Verbindung von Haute Horlogerie und Haute Joaillerie brachte Stücke von unerreichter Schönheit und Originalität hervor: virtuose Beherrschung der Technik im Dienst kreativer Kühnheit. Die im Markt völlig neue Doppelbefähigung der Manufaktur vermochte die unglaublichsten Wünsche zu verwirklichen und in bester handwerklicher Tradition avantgardistische zeitmessende Kunstwerke zu schaffen. Jedes einzelne zeugt hinter seiner Schönheit auch immer von den Grundwerten des Hauses Piaget, der technischen wie ästhetischen Perfektion. Beeindruckende Beispiele dieser exzellenten Handwerkskunst bilden eine Taschenuhr mit Perlmutt-Zifferblatt und mit Brillanten und Saphiren besetzter Lünette oder ein Modell, dessen Rubinbesatz vollkommen unsichtbar gefasst ist.

Juwelierskunst

Man kann nicht über Juwelierskunst sprechen, ohne auch die Handwerker zu erwähnen, die diese außergewöhnlichen Stücke gefertigt haben. Goldschmiede und Edelsteinfasser kultivieren uralte Traditionen und Techniken in den modernen hauseigenen Werkstätten von Piaget. Bereits 1961 beschloss die Marke sich auch hierauf zu spezialisieren, um den gesamten Produktionsprozess unter Kontrolle zu haben. Zum 100jährigen Firmenjubiläum 1974 eröffnete sie die Prodor-Werkstätten, in denen Uhrengehäuse, edelsteinbesetzte Armbänder und Schmuck hergestellt wurden. Wie Bildhauer bearbeiten Edelsteinfasser ihr Rohmaterial seit Jahrhunderten mit den gleichen Techniken und Werkzeugen. Nachdem sie die genaue Anzahl und Anordnung der zu fassenden Steine berechnet haben, stechen sie das Gold der Schmuckstücke an präzisen Stellen an, um die Befestigung zu formen, den Schliff und die Hochwertigkeit jedes Edelsteins brillant zum Funkeln zu bringen. Traditionelle, uralte Gesten, die Tag für Tag an neuen, oft nie dagewesenen Einzelstücken wiederholt werden.

Die schönsten Kunstwerke sind immer Ausdruck eines Augenblicks und zugleich zutiefst zeitlos. Dies ist die Botschaft der Ausstellung „Die Magie der Juwelen“, einer historischen Retrospektive, die dem Betrachter doch immer wieder zeigt, dass die Zeit belanglos ist, wenn es um wahre Schönheit geht und ihre Magie kein Datum kennt.

30.04.12 Großveranstaltungen