Während dieser herausfordernden Zeit werden Ihnen unsere Ambassadeure gerne bei Fragen oder Bestellungsanfragen per Telefon unter +49 (0)89 203 03 002 und auf unserer Website zur Verfügung stehen. 

Ihre aktuelle Browser-Version lautet: .
Damit Sie die Informationen in Bezug auf Ihren Standort aufrufen können, empfehlen wir Ihnen diese Version:

„Out of this world“

von Nicholas Foulkes

Nicholas Foulkes hat innerhalb der vergangenen 25 Jahre für die meisten britischen Zeitungen irgendwann einmal geschrieben. Er verfasst regelmäßig Beiträge für Vanity Fair, FT How to Spend It und The Rake. Außerdem ist er Kolumnist für Country Life und internationaler Kunst-Korrespondent für Newsweek.

Es ist eine Armbanduhr, aber auch ein Stück Ewigkeit in eine Scheibe gebannt. Eine goldene Uhr, die buchstäblich außerirdisch ist. Der stumme Zeuge einer Reise durch das Universum, die vor Urzeiten abrupt zum Stillstand kam, als ein durch den Weltraum rasender Stein unsere Erdatmosphäre durchstieß und einen gleißenden Blitz aus Licht und ihn zum Schmelzen bringender Hitze erzeugte, bis er sich schließlich in die Oberfläche unseres Planeten bohrte.

Dieses gewaltsame Ende einer interplanetaren Reise brachte jedoch eine schimmernde Schönheit zustande, die ein erfahrener Steinschleifer wieder zum Leben erwecken kann: Es ist die Schönheit einer ultraflachen Roségolduhr mit Zifferblatt aus Meteoritengestein. Die geheimnisvollen, zugleich zufälligen wie auch geometrischen Muster, die diesen Steinen aus dem All entlockt werden, sind seltsam faszinierend, ja geradezu hypnotisch: Eine rätselhafte verschlüsselte Botschaft der Sterne, die wir vielleicht nie ganz verstehen werden.

Ein vom Himmel gefallener Meteorit sieht vielleicht wie ein Gesteinsbrocken aus und in den allermeisten Fällen – mindestens 95 % – ist er auch einer. Allerdings handelt es sich hierbei um die ältesten Steine, die es gibt. Manche sind Milliarden Jahre alt und somit Jahrmillionen älter als die ältesten Steine, die unser relativ junger Planet zu bieten hat.

Nicholas Foulkes mit einer ultraflachen Herrenuhr aus Rosegold.
Nicholas Foulkes mit einer ultraflachen Piaget Altiplano Uhr mit Zifferblatt aus Meteoritengestein

Einige Meteoriten sind Besucher von unserem nächsten Nachbarn, dem Mond, andere konnten dem Mars zugeordnet werden. Manche sind auch Fragmente von explodierten Sternen, die allermeisten jedoch stammen aus dem Asteroidengürtel. Sie sind als Momentaufnahmen der Vergangenheit bei Wissenschaftlern sehr begehrt. Sozusagen natürliche Raumschiffe, die unversehrtes Material , aus den Anfängen unseres Sonnensystems transportieren. Wie eine außerirdische Flaschenpost aus grauer Vorzeit.

Carlsbergit, Allabogdanit, Kamazit, Antitaenit, Brianit, Daubreelit, Haxonit, Roaldit, Merrillit, Krotit, Panethit, Sinoit, Xifengit ... um nur einige der vielen seltsamen Elemente zu nennen, die man in Meteoriten gefunden hat, manche sogar nur in einem einzigen auf die Erde niedergegangenen. Ihre abstrusen Namen klingen derart nach Science Fiction-Filmen und Comics, dass man sich kaum wundern würde, wenn auch Kryptonit in dieser Aufzählung außerirdischer Mineralien auftauchte.

Ultraflache Roségolduhr Altiplano Meteorit

Einer der idealsten Orte zum Bewundern der umwerfenden Vielfalt all dessen, was so auf unsere Erde fällt, ist die Meteoritengalerie des Londoner Natural History Museum. Eine prachtvolle große Halle im viktorianischen Stil mit hohen Decken und riesigen Fenstern, durch die viel Licht hereinströmt. Das beeindruckendste Exemplar ist ein 1788 in Argentinien gefundener 635 kg schwerer, Meteoritenbrocken, der wie ein massiver Amboss wirkt, beim Daraufschlagen einen metallischen Klang hat und alle Blicke auf sich zieht.

Aber nicht jeder Meteorit im Besitz des Natural History Museum schlägt derartig ein (entschuldigen Sie das Wortspiel). Manche sehen nur wie ein Stückchen Kohle aus, können aber bei aller Kleinheit dennoch beispielsweise das größte Lvuma-Fragment aller öffentlichen Sammlungen sein. Es wird in einer Stickstoff-Atmosphäre aufbewahrt, um es zu erhalten. Ein kleines Steinchen mit einer ähnlichen Elementarstruktur wie die Sonne, das laut dem Museum „eine bemerkenswert klare Übersicht über die Bausteine des Sonnensystems liefert“. Es ist tatsächlich eine 4,6 Milliarden Jahre alte Zeitkapsel.

Hier eine ultraflache Uhr mit Zifferblatt aus Meteoritengestein am Handgelenk zu tragen ist, als ob man ein Meteoritenstück nach Hause brächte. Aber zwischen den Meteoriten in den Vitrinen ringsumher und dem an meiner Armbanduhr liegt ein himmelweiter Unterschied: die Expertise.

Nur ein ganz kleiner Teil, circa vier Prozent, der vom Himmel herabregnenden mineralischen Vielfalt sind Meteoriten mit einem ausreichend hohen Eisengehalt, um ihre Reise durch Zeit und Raum bis auf eine Luxusuhr fortzusetzen. Der Seltenheitswert und die Romantik dieser magischen vier Prozent werden zusätzlich dadurch gesteigert, dass sie meist nur in den unzugänglichsten und kargsten Gegenden unseres Planeten zu finden sind: der Wüste Sahara, der australischen Nullabor-Ebene und den eisigen Weiten der Antarktis.

Nicholas Foulkes mit einer ultraflachen Altiplano Meteorit Uhr an einem Alligatorleder-Armband

So unwirtlich sie auch für den Menschen sein mögen, so ideal sind diese Orte für die Konservierung eisenhaltiger Meteoriten, die in Millionen Jahren unter dem Regen anderer Orte stark verwittert wären. Hier schlummerten sie indes ungestört vom brodelnden Leben auf dem Rest der Erdoberfläche und überdauerten all diese Zeit unversehrt, bis sie aus ihrem Rohmineral-Zustand erweckt und zu einem Objekt der Schönheit verarbeitet wurden.

Eisenhaltige Meteoriten bieten die Chance, das Universum als Künstler zu sehen. Unter ihrer unscheinbaren äußeren Kruste verbirgt sich ein eigenartiges, schimmerndes Muster das an die Bilder des Vortizismus erinnert. Es kommt zum Vorschein, wenn das Material in Scheiben geschnitten, poliert und mit Säure bearbeitet wurde. Die begehrten Linien entstehen durch Streifen ineinander greifender Nickeleisen-Kristalle, die auch Lamellen genannt werden. Der faszinierende visuelle Effekt, den eine Anhäufung solcher Lamellen hervorruft, ist als Widmanstätten-Struktur bekannt. Das Allerschönste daran ist, dass sich keine zwei Muster gleichen, sondern jedes die Einzigartigkeit eines Fingerabdrucks besitzt.

Die ultraflachen Altiplano Herrenuhren bieten den perfekten Rahmen für diese Kunstwerke der Natur, denn sie sind eine zeitlose Hommage an die spektakulären Piaget-Kreationen der 1960er und 1970er Jahre, als die Manufaktur kühn mit Zifferblättern aus exotischen Steinen experimentierte, die diese hauchfeinen Luxusuhren in fröhliche Farbflecke verwandelten.

Aber nur eine Roségold- oder Weißgolduhr mit Zifferblatt aus Meteoritengestein beschert dieses exquisit ironische Erlebnis, die verrinnenden Stunden und Minuten vor einem ewigwährenden Hintergrund abzulesen. Mit ein wenig Phantasie kann man sich vorstellen, dass in dem zarten Gittermuster alle Geheimnisse des Universums eingeschlossen sind.

Loading

SIND SIE AN EINER KREATION INTERESSIERT?

Kontaktieren Sie uns und wir antworten Ihnen so schnell wie möglich